Mama Fuchs und die Unentschlossenheit

Ich habe mir eine Tragejacke bestellt.

Die kam vor etwa einer Woche hier an.

Und ich hab mich bis heute nicht entscheiden können, ob ich die jetzt toll finde, oder nicht.

Irgendwie ist sie groß. Aber sie sitzt ganz gut (nachdem ich alle Kordeln festgezogen habe).
Ich hab das Gefühl, der Wind pfeift rein. Sie ist sehr warm.
Sie war ziemlich teuer. Sie war gerade im Angebot.
Sie stützt Baby Fuchs Kopf, wenn er schläft. Sie wirkt nicht so stabil, wie ich hoffte.
Ich könnte noch tausend Sachen aufzählen.

Ach, eigentlich hab ich mich schon für sie entschieden. Denn vergangenen Donnerstag Abend habe ich sie angezogen, als wir drei im benachbarten Stadtteil verabredet waren, es regnete und ich und Baby Fuchs alleine mit dem Bus, der oft sehr voll ist, zurück musste. Da kam der Kinderwagen für mich nicht in Frage. Sie hat mir sehr gute Dienste geleistet. Baby Fuchs fühlte sich wohl und wir konnten unterwegs richtig schön kuscheln. Egal, was Wetter und Temperaturen so machen.

Sie bleibt.
Auf in den Trage-Kuschel-Winter.

Regen – eine völlig neue Welt

Heute hat Baby Fuchs zum aller ersten Mal Bekanntschaft mit dem Regen gemacht.
Und ich habe die Vermutung, die beiden werden bei so schönem Herbstwetter echte Freunde.

(Okay, seine in echt jetzt erste Begegnung mit Regen war Nieselregen im Kinderwagen, als er noch viel kleiner war und das ganze komplett verschlafen hat. Also zählt das nicht.)

Schön eingemurmelt im Tragetuch unter meiner Regenjacke und unter dem schützenden Regenschirm ging es mit dem Hund nach draußen.
Der Hund wollte zuerst gar keine Pfote aus der Haustür setzen, als er das Wetter bemerkt hat. Und dann ging es nur ganz vorsichtig an mich gequetscht richtung Wiese, um etwas Schutz vom Schirm zu ergattern. Aber nach wenigen Minuten packte ihn dann zum Glück doch der Bewegungsdrang, sodass Baby Fuchs meine volle Aufmerksamkeit bekam.

Der kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus.
Staunen über das komische Ding, dass ich über unseren Kopf halte, das den Himmel so komisch aussehen lässt.
Staunen über das Rascheln und Prasseln und die andere Luft.
Staunen über plitsch-platsch-Geräusche, wenn Mama Fuchs freudig durch tiefe Pfützen geht.

Staunte, bis ihm die Augen zu fielen. Versuchte, sie noch ein paar Mal zu öffnen, um weiter zu staunen, bis der Schlaf ihn endgültig übermannte und er seinen Kopf an mich schmiegte.

Ja, der Herbst ist da.
Ich freu mich drüber und trink Tee und kuschel mich mit Baby Fuchs aufs Sofa, meine Füße neben dem an die Heizung gekuschelten Hund.