Mama Fuchs und die Bücher

Ich mag Bücher.
Ich lese gerne.
Ich mag unser sich füllendes Bücherregal.
Ich mag es, über Bücher zu reden.
Ich mag es, über Bücher erzählt zu bekommen.
Ich halte mich gerne in der Stadtbibliothek auf.
Ich liebe es, in Buchhandlungen, am liebsten mit Antiquariat, zu stöbern.
Ich liebe es, Bücher auf dem Flohmarkt zu kaufen (und die Verkäufer darüber auszufragen).

Ich habe im letzten Jahr trotz schier endlosen auf-dem-Sofa-Rumlungerns kaum gelesen. Ich frage mich im Nachhinein schon fast, was ich die ganze Zeit bloß stattdessen getan gabe?
Und so kam ich auf folgenden Plan: 2013 soll sich das ändern. Ich wage eine kleine Lese-Challenge. Alle viel-Leser bitte jetzt kichern: Ich möchte mindestens ein Buch pro Monat lesen. Nach oben lass ich mir da natürlich alles offen.
Den Anfang mache ich gerade mit „Das Herzenhören“ von Jan-Philipp Sendker. Danach werde ich „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson lesen.
Beides Geschenke, die ich zu Weihnachten bekam. Für Empfehlungen habe ich ein offenes Ohr.

Neulich so:

Meine Mutter:
„Bist du denn auch schon ordentlich durchs tiefe Laub gelaufen, sodass es raschelt und die Blätter fliegen?“

<3

Regen – eine völlig neue Welt

Heute hat Baby Fuchs zum aller ersten Mal Bekanntschaft mit dem Regen gemacht.
Und ich habe die Vermutung, die beiden werden bei so schönem Herbstwetter echte Freunde.

(Okay, seine in echt jetzt erste Begegnung mit Regen war Nieselregen im Kinderwagen, als er noch viel kleiner war und das ganze komplett verschlafen hat. Also zählt das nicht.)

Schön eingemurmelt im Tragetuch unter meiner Regenjacke und unter dem schützenden Regenschirm ging es mit dem Hund nach draußen.
Der Hund wollte zuerst gar keine Pfote aus der Haustür setzen, als er das Wetter bemerkt hat. Und dann ging es nur ganz vorsichtig an mich gequetscht richtung Wiese, um etwas Schutz vom Schirm zu ergattern. Aber nach wenigen Minuten packte ihn dann zum Glück doch der Bewegungsdrang, sodass Baby Fuchs meine volle Aufmerksamkeit bekam.

Der kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus.
Staunen über das komische Ding, dass ich über unseren Kopf halte, das den Himmel so komisch aussehen lässt.
Staunen über das Rascheln und Prasseln und die andere Luft.
Staunen über plitsch-platsch-Geräusche, wenn Mama Fuchs freudig durch tiefe Pfützen geht.

Staunte, bis ihm die Augen zu fielen. Versuchte, sie noch ein paar Mal zu öffnen, um weiter zu staunen, bis der Schlaf ihn endgültig übermannte und er seinen Kopf an mich schmiegte.

Ja, der Herbst ist da.
Ich freu mich drüber und trink Tee und kuschel mich mit Baby Fuchs aufs Sofa, meine Füße neben dem an die Heizung gekuschelten Hund.