Sieben Monate Baby Fuchs & U5

Gestern waren wir geladen, unser Baby im Rahmen der fünften U-Untersuchung vorzustellen. Wegen seiner noch ziemlich böse aussehenden Haut, die uns wohl einen Waschpulverwechsel nachträgt, hatte ich vorher ein ganz schön schlechtes Gefühl… Einen Kinderhautärztin-Termin haben wir erst für Ende des Monats bekommen. Zwischenzeitlich hatte sich die Haut immer wieder gebessert und so dachten wir, dass wir nicht extra vorher noch mal zum Art müssen. Ein leichtes Rabenmuttergefühl hielt sich trotzdem hartnäckig. Der Arzt fand die Haut aber gar nicht mehr so wild und sagte, wir machen das schon richtig so. Puuuh.
Da ich ja weiß, wie skeptisch Baby gegenüber Fremden ist, (jaa, das Alter für das berühmte Fremdeln kommt erst noch, das wissen wir wohl. Er fremdelt trotzdem von Anfang an. Wo er das wohl her hat?) und sich dann meist vor Schreck gar nicht mehr bewegt, hatte ich Angst, dass uns wieder ein Entwicklungsrückstand (wie bei der U4, als er in Bauchlage weinte. Aber so kamen wir zu unserer Physiotherapeutin, die wir inzwischen sehr mögen und dank der unser Baby bald schon krabbelt und sich prima entwickelt.) attestiert wird. Dabei kann Baby schon rasch vorwärts robben, sich auf alle Viere stellen, schuckeln und zum Sprung ansetzen. Und pünktlich zum 7-Monats-Geburtstag heute hat er einen riesen sprachlichen Entwicklungssprung gemacht. Doch leider kommen Fremde nie in den Genuss, seinen bäbäbähs, jajajajajajas und hmmmpfs zu lauschen. So auch gestern. Während Baby, Papa und ich in trauter Dreisamkeit während des Wartens im Behandlungszimmer quatschten, kuschelten, tobten, erkundeten, lachten und den Spiegel mit Sabber dekorierten, erstarrte und verstummte Baby in der Sekunde, als der Arzt den Raum betrat. Da nützte auch gut Zureden nix. Immerhin erduldete Baby mit großer Skepsis im Blick die Untersuchung, griff nach Gegenständen, wo es nötig war und warf der Rassel einen unmotivierten Blick zu, nur um kurz zu zeigen: „Jaa, ich habe Augen und Hände und Ohren und alles an mir funktioniert ganz prima. Können wir den Firlefanz dann hier beenden, bitte?!“
Der Arzt war sehr zufrieden mit ihm, und die Sprechstundenhilfe buhlte um ein Lächeln, aber vergebens. Erst als die Beiden den Raum verließen, grinste und turnte und brabbelte Baby wieder mit uns. Ja, er ist etwas eigen. Gelacht wird nicht für jeden. Charakterschwäche kann man ihm nicht gerade unterstellen. Dafür lieben wir ihn so sehr. Jeden Monat, jeden Tag mehr und mehr.

Achja, wen es interessiert:
Länge: 68,5 cm
Gewicht: 8500 g
Kopfumfang: 45,5 cm

Baby Fuchs und die Wut

Baby Fuchs hat kürzlich die Wut für sich entdeckt.
Und so kommt es, dass wir hier neuerdings viele Tränenausbrüche erleben, weil er unser Essen (noch) nicht in den Mund stecken darf, oder an auserkorene Gegenstände nicht ankommt, weil er einfach nicht vorwärts kommt. Das bringt ihn allerdings dazu, sich so sehr hin und her zu rollen, dass er sich dabei im Kreis dreht und schon von einem Ende der Krabbeldecke zur anderen kommt. Nur nie dort hin, wo er möchte. Das gibt vieeel Gemecker.
Aber ich freu mich über seinen Frust, denn dies ist der Antrieb für die nächsten Entwicklungen. Er wird gerade sooo groß.

Schluss mit brav-rumliege-Baby, hier kommt klein Krawallo. Und das ist auch gut so.

Ich bin so froh, dass wir uns für die Chiropraxis entschieden haben. Er hing bewegungsmäßig total hinterher, ich dachte schon, die Physiotherapie bringt nichts. Dann, eine Behandlung beim Chiropraktiker und noch am selben Tag drehte sich Baby Fuchs von alleine auf die Seite! Da hab ich echt dumm geguckt. Jetzt, zwei Wochen danach kann er sich schon ganz alleine auf den Bauch drehen und versucht, zu robben. Kuschelt seinen Kopf wieder an und schläft auf dem Arm oder auf unserer Brust liegend ein. Das wäre vorher undenkbar gewesen und ich war schon ganz traurig, warum mein Baby nicht mit mir kuschelte. Jetzt weiß ich es. Er hatte eine Blockade in der Halswirbelsäule, vermutlich von der etwas vermurksten Geburt. Aber das haben wir jetzt überwunden und er entwickelt sich großartig!
<3

Ps: Ja, ich könnte mir in den A. beißen, dass wir das nicht früher gemacht haben.