Frau Fuchs will #3 Neujahrsedition 2013

Neues Jahr, neues Glück. So starte ich einfach mal optimistisch ins neue Jahr. Das letzte Jahr war geprägt von Umstellungen. Wir haben uns gemeinsam in unserer Wohnung, die wir kurz vor dem Jahreswechsel bezogen hatten, eingelebt, der Papa hatte seinen ersten richtigen großen Job, wir haben ein Baby bekommen und sind Eltern geworden.
Bei der Geburt sagte die eine Hebamme zu mir: „Sie sind jemand, der viel Zeit braucht, sich auf neue Situationen einzustellen, Frau Fuchs.“ Naja, sie formulierte es nicht so charmant und ich fand es einfach nur frech. Entschuldigung, ich war im Kinderkriegen eben nicht so routiniert wie sie.
Ihr Satz hallt bis heute in meinem Kopf nach. Und ich gestehe ihm immer mehr Wahrheit zu.
Ja, ich glaube, ich habe in etwa so lange gebraucht, mich an die Schwangerschaft zu gewöhnen, wie sie gedauert hat. Und die ersten Monate mit Baby liefen auch nicht ganz so selbstverständlich ab, wie ich glaubte. Was nicht heißt, dass ich beides nicht in vollen Zügen genossen hab. Ich musste mich nur selbst noch drauf einstellen, dass Dinge sich jetzt anders anfühlen, ganz tief drin. So langsam lässt der Schwindel nach. Ich komme an, in einem neuen Alltag und werde dabei immer mehr ich selbst.
Dies macht mich leichter und freier. Weniger ängstlich und selbstbewusster. Das möchte ich im Laufe des Jahres weiter verbessern. Die Zeit wird mir dabei helfen.

Bis zum Sommer muss ich meine berufliche Zukunft planen und wieder los legen. Wer lange ruht, wird steif. Ich muss den Absprung finden. Gleichzeitig mich und Baby immer weiter abnabeln und seine Betreuungszukunft planen. Auch wenn ich mir das vor seinem zweiten Gebutstag wirklich nicht vorstellen kann… Ich hoffe, wir finden eine Lösung, mit der wir alle glücklich sind.

Desweiten möchte ich bis zum Sommer meine schönen Bauchmuskeln wieder zur Schau tragen können. Uns trennt nur noch ein wenig Disziplin. Ich glaube, erst dann fühl ich mich wieder richtig heimisch in meinem Körper, der jetzt fürs erste nur noch mir gehört.

Ich möchte einfach eine tolle Zeit mit meiner Familie verbringen und jeden Tag der Babyzeit genießen.

Sieben Monate Baby Fuchs & U5

Gestern waren wir geladen, unser Baby im Rahmen der fünften U-Untersuchung vorzustellen. Wegen seiner noch ziemlich böse aussehenden Haut, die uns wohl einen Waschpulverwechsel nachträgt, hatte ich vorher ein ganz schön schlechtes Gefühl… Einen Kinderhautärztin-Termin haben wir erst für Ende des Monats bekommen. Zwischenzeitlich hatte sich die Haut immer wieder gebessert und so dachten wir, dass wir nicht extra vorher noch mal zum Art müssen. Ein leichtes Rabenmuttergefühl hielt sich trotzdem hartnäckig. Der Arzt fand die Haut aber gar nicht mehr so wild und sagte, wir machen das schon richtig so. Puuuh.
Da ich ja weiß, wie skeptisch Baby gegenüber Fremden ist, (jaa, das Alter für das berühmte Fremdeln kommt erst noch, das wissen wir wohl. Er fremdelt trotzdem von Anfang an. Wo er das wohl her hat?) und sich dann meist vor Schreck gar nicht mehr bewegt, hatte ich Angst, dass uns wieder ein Entwicklungsrückstand (wie bei der U4, als er in Bauchlage weinte. Aber so kamen wir zu unserer Physiotherapeutin, die wir inzwischen sehr mögen und dank der unser Baby bald schon krabbelt und sich prima entwickelt.) attestiert wird. Dabei kann Baby schon rasch vorwärts robben, sich auf alle Viere stellen, schuckeln und zum Sprung ansetzen. Und pünktlich zum 7-Monats-Geburtstag heute hat er einen riesen sprachlichen Entwicklungssprung gemacht. Doch leider kommen Fremde nie in den Genuss, seinen bäbäbähs, jajajajajajas und hmmmpfs zu lauschen. So auch gestern. Während Baby, Papa und ich in trauter Dreisamkeit während des Wartens im Behandlungszimmer quatschten, kuschelten, tobten, erkundeten, lachten und den Spiegel mit Sabber dekorierten, erstarrte und verstummte Baby in der Sekunde, als der Arzt den Raum betrat. Da nützte auch gut Zureden nix. Immerhin erduldete Baby mit großer Skepsis im Blick die Untersuchung, griff nach Gegenständen, wo es nötig war und warf der Rassel einen unmotivierten Blick zu, nur um kurz zu zeigen: „Jaa, ich habe Augen und Hände und Ohren und alles an mir funktioniert ganz prima. Können wir den Firlefanz dann hier beenden, bitte?!“
Der Arzt war sehr zufrieden mit ihm, und die Sprechstundenhilfe buhlte um ein Lächeln, aber vergebens. Erst als die Beiden den Raum verließen, grinste und turnte und brabbelte Baby wieder mit uns. Ja, er ist etwas eigen. Gelacht wird nicht für jeden. Charakterschwäche kann man ihm nicht gerade unterstellen. Dafür lieben wir ihn so sehr. Jeden Monat, jeden Tag mehr und mehr.

Achja, wen es interessiert:
Länge: 68,5 cm
Gewicht: 8500 g
Kopfumfang: 45,5 cm

Jahresrückblick 2012

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

8

2. Zugenommen oder abgenommen?

Erst extrem zugenommen, dann eines Tages diesen Sommer fielen viele Kilos auf einen Schlag weg ;) und dann nahm ich auch noch den Rest ab – bis auf 1-2 hartnäckige Hüft-Kilos. Die wären mir ja schnurz, wenn sie nicht alle Hosen so furchtbar unbequem machen würden…

3. Haare länger oder kürzer?

Länger. Und ich lasse gerade dank täglicher Mama-Knödel-Zopf-Frisur fast unbemerkt alle hässlichen Stufen rauswachsen. Im Übrigen hatte ich nach der Geburt nur noch Gestrüpp auf dem Kopf, habe dann alle Silikon-haltigen Produkte weggelassen und habe seit neuestem mein wunderschönes, glänzendes Haar zurück. (Wenn man die einzelnen, sprießenden grauen Haare ignoriert…)

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Meine Augen sicher etwas kurzsichtiger, was die Lebensplanung so angeht sicher weitsichtiger, denn früher plante ich von Stunde zu Stunde. Das schickt sich als Mutti aber nicht.

5. Mehr Kohle oder weniger?

Entgegen all der Sorgen am Anfang der Schwangerschaft jetzt dank dem Fuchspapa und seinen Jobs erstaunlich viel mehr. Puh!

6. Besseren Job oder schlechteren?

Ich weiß ja nicht, ob ich das Mama-Sein Job nennen möchte… Aber er gefällt mir.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Mehr! Sowas von mehr als je zuvor.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Viel Liebe, viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen und allem voran meinen Sohn!

9. Mehr bewegt oder weniger?

Jetzt sportlich? So wenig wie noch nie. Ich habe die erste Hälfte des Jahres fast ausschließlich auf meiner Couch verbracht. Ansonsten habe ich jetzt beruflich oder politisch auch nichts bewegt… Aber das kommt schon alles nach und nach wieder, wenn die Zeit reif ist.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Öh, also ich bin ja stets schwer leidend, aber an so eine richtige Erkrankung meinerseits kann ich mich nicht erinnern. Naja, eine leichte Wochenbettdepression hatte ich wohl, das gebe ich zu. Boah doch, der Kopfschmerz ein paar Wochen nach der Geburt… der hätte mich fast um den Verstand gebracht. Ging aber durch mehr Schlaf und Entspannung wieder weg. Hachja.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

Der Kopfschmerz! Hui, der war echt böse, ich erinner mich gerade. Bleib bloß weg, du!

12. Der hirnrissigste Plan?

Gut, dass ich so vergesslich bin… Hab bestimmt viele gehabt, aber alle verdrängt.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Mit eben beschriebenen Kopfschmerzen im Regen in der Dunkelheit mit Baby und Papa an Bord Autobahn zu fahren (bzw. fahren zu müssen…). Zwischendrin weinen vor nicht mehr können. Waren wir da froh, zu Hause anzukommen!

14. Die teuerste Anschaffung?

Hmm von mir selbst höchst persönlich bezahlt? Die Tragejacke. Die allermeisten Babysachen haben wir ja zum Glück von vielen lieben Menschen geschenkt und geliehen bekommen oder gebraucht erstanden.

15. Das leckerste Essen?

Die Lachsbrötchen, die der Fuchspapa und ich uns heimlich am Tag nach der Geburt im Krankenhaus schmierten.

16. Das beeindruckendste Buch?

Ich bin ja wirklich traurig wenig zum Lesen gekommen… Also im Kopf hängt immer noch die Stimmung aus „Die alltägliche Physik des Unglücks“.

17. Der ergreifendste Film?

Wenn man meine Tränen zusammenzählt, dann Greys Anatomy, wovon ich die ersten Monate immer während Baby schlief die ersten paar Staffeln guckte.

18. Die beste CD?

Am meisten gehört: Of Monsters And Men.

19. Das schönste Konzert?

Baby, Papa und Mama Fuchs mit Gitarre am Flussufer, alles singend, was uns so einfiel. Im Sommer.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Dem Fuchsbaby! Und dem Papa. Und meine Mutter war auch wirklich oft hier…

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Meiner neuen kleinen eigenen Familie.

22. Zum ersten Mal getan?

Mama geworden und alles was damit zusammen hängt.

23. Nach langer Zeit wieder getan?

Vor ein paar Wochen: Aufs Pferd gestiegen, nachdem ich am Anfang der Schwangerschaft aufhören musste. Bisher hab ich es vier mal geschafft und ich hoffe sehr, das kann ich nächstes Jahr so fortsetzen.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Die Geburt. Ganz ehrlich. Das wirklich einzig positive daran ist, dass wir jetzt unser Baby haben.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Wo wir gerade bei Geburt sind: Der Hebamme und Ärztin, dass der Schlauch an meiner Hand zu kurz war/irgendwo fest hing. Aber niemand hörte zu.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Unser Baby. Uns und allen Leuten, die sich mit uns freuen.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Der Fuchspapa, dass er diese Familie mit mir gegründet hat und alles erträgt.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Ich liebe dich.“ Immer wieder. (Ratet mal, wer.) Und Babys erstes Wort: „Hallo.“

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

„Wir haben ein Baby!“ Und dann Tränenausbruch und Küssen.

30. Dein Wort des Jahres?

Baby.

31. Dein Unwort des Jahres?

Dammschnitt.

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?

Darüber bald – ich muss mal eine Blogroll oder wie das heißt erstellen.

Test Test 123

Ich habe gerade festgestellt, dass es ja eine WordPress App gibt. So, dies ist jetzt also mein Test. Vielleicht macht sie ja, dass ich in Zukunft öfters zum schreiben komme?
Mal sehen, was 2013 so bringt… Vielleicht einen neuen oder reparierten alten Laptop?
Bis dahin versuche ich dem Fuchspapa seinen nachher abzuluchsen und einen Jahresrückblick zu verfassen.

Uns gibt es noch.

Ich versuche seit Tagen, einen sehr langen Eintrag zu verfassen. Als ich heute beinahe fertig war, drückte ich auf „Speichern“ und er verschwand. Jetzt hab ich die Nase voll. Blöder Pc. Wir kommen irgendwann wieder, wenn wir uns versöhnt haben. Bald.

Ach, ich weiß auch nicht.

Ich hadere gerade mit mir, diesen Blog wieder zu schließen. Oder ganz, ganz oft zu schreiben. Ihn vielleicht doch mit Bildern zu füllen, obwohl ich das aus Privatsphäregründen eigentlich nicht wollte. Ihm einen neuen Look oder Namen zu verpassen. Mir neue Inhalte mit Inhalt zu überlegen. Ein Image ausdenken. Mal was ganz intimes zu verraten. Oder zu provozieren.
Er ist so halb.
Wo ist denn das von-der-Seele-schreiben hin, wofür ich ihn eigentlich begonnen hatte? Hab ich eine Schreibblockade? Kommen mir meine Problemchen gerade so unwichtig vor, weil uns die Situation in Israel so nahe geht? Oder hab ich einfach nichts zu erzählen? Werde ich alles, was ich zu erzählen hab, schon auf Twitter los, obwohl das nur drei Leute lesen?

Ach, ich weiß auch nicht.

Hallo

Baby Fuchs heute morgen, als wir alle noch zusammen im Bett kuschelten, zu mir: „aa looo“.
Ich antworte erstaunt: „Hallo?“.
Darauf guckt er mich konzentriert an und sagt laut und deutlich: „Hallo.“ !!!
So richtig mit Zunge vorne beim „L“.

Sein erstes Wort!
Darauf stoßen wir gleich noch mal mit dem teuren Fusel beim Frühstück an!!

<3