Ach, ich weiß auch nicht.

Ich hadere gerade mit mir, diesen Blog wieder zu schließen. Oder ganz, ganz oft zu schreiben. Ihn vielleicht doch mit Bildern zu füllen, obwohl ich das aus Privatsphäregründen eigentlich nicht wollte. Ihm einen neuen Look oder Namen zu verpassen. Mir neue Inhalte mit Inhalt zu überlegen. Ein Image ausdenken. Mal was ganz intimes zu verraten. Oder zu provozieren.
Er ist so halb.
Wo ist denn das von-der-Seele-schreiben hin, wofür ich ihn eigentlich begonnen hatte? Hab ich eine Schreibblockade? Kommen mir meine Problemchen gerade so unwichtig vor, weil uns die Situation in Israel so nahe geht? Oder hab ich einfach nichts zu erzählen? Werde ich alles, was ich zu erzählen hab, schon auf Twitter los, obwohl das nur drei Leute lesen?

Ach, ich weiß auch nicht.

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Baby Fuchs und die Wut

Baby Fuchs hat kürzlich die Wut für sich entdeckt.
Und so kommt es, dass wir hier neuerdings viele Tränenausbrüche erleben, weil er unser Essen (noch) nicht in den Mund stecken darf, oder an auserkorene Gegenstände nicht ankommt, weil er einfach nicht vorwärts kommt. Das bringt ihn allerdings dazu, sich so sehr hin und her zu rollen, dass er sich dabei im Kreis dreht und schon von einem Ende der Krabbeldecke zur anderen kommt. Nur nie dort hin, wo er möchte. Das gibt vieeel Gemecker.
Aber ich freu mich über seinen Frust, denn dies ist der Antrieb für die nächsten Entwicklungen. Er wird gerade sooo groß.

Schluss mit brav-rumliege-Baby, hier kommt klein Krawallo. Und das ist auch gut so.

Ich bin so froh, dass wir uns für die Chiropraxis entschieden haben. Er hing bewegungsmäßig total hinterher, ich dachte schon, die Physiotherapie bringt nichts. Dann, eine Behandlung beim Chiropraktiker und noch am selben Tag drehte sich Baby Fuchs von alleine auf die Seite! Da hab ich echt dumm geguckt. Jetzt, zwei Wochen danach kann er sich schon ganz alleine auf den Bauch drehen und versucht, zu robben. Kuschelt seinen Kopf wieder an und schläft auf dem Arm oder auf unserer Brust liegend ein. Das wäre vorher undenkbar gewesen und ich war schon ganz traurig, warum mein Baby nicht mit mir kuschelte. Jetzt weiß ich es. Er hatte eine Blockade in der Halswirbelsäule, vermutlich von der etwas vermurksten Geburt. Aber das haben wir jetzt überwunden und er entwickelt sich großartig!
<3

Ps: Ja, ich könnte mir in den A. beißen, dass wir das nicht früher gemacht haben.

Hallo

Baby Fuchs heute morgen, als wir alle noch zusammen im Bett kuschelten, zu mir: „aa looo“.
Ich antworte erstaunt: „Hallo?“.
Darauf guckt er mich konzentriert an und sagt laut und deutlich: „Hallo.“ !!!
So richtig mit Zunge vorne beim „L“.

Sein erstes Wort!
Darauf stoßen wir gleich noch mal mit dem teuren Fusel beim Frühstück an!!

<3

Teurer Fusel zum Frühstück…

…denn heute ist unser erster Verlobungstag!

Natürlich nur ein paar Schlucke… Trotzdem schön.

Was alles in diesem Jahr passiert ist, Wahnsinn.  Allem voran natürlich Schwangerschaft, Geburt und die ersten 5 Monate mit Baby Fuchs. Ein Umzug. Das erste gemeinsame Weihnachten. Eine eigene Familie werden. Der erste große Job für Papa Fuchs. Noch ein größerer Job. Das erste Mal eine längere Zeit ohne einander sein. Die ersten Streits. Viele Wiedersehen und Versöhnungen. Viel schöne Familienzeit.

Mehr!

Ich liebe dich mit Haut und Haar und Herz und Bauch.

 

Heute war ein schöner Tag.

Heute waren Baby, Papa und Mama Fuchs gemeinsam in unserem Lieblingsstadtteil, um uns mit einem ehemaligen Dozenten/Freund/Kollegen zu treffen, der in unserem nächsten Projekt mitwirken wird (yes!). Das Treffen verbrachten wir in einem super angenehmen Cafè(/Bar/Bistro). Und kinderfreundlich war es dort! Neben uns malte ein dreijähriges Mädchen Bilder und vorne saßen Leute mit einem Mini-Baby. Dabei fiel mir auf: Wie groß ist Baby Fuchs bitte schon geworden??! Und er war so cool. Lässig am Kauen und Leute beobachten.

[Nebenbei mal angemerkt, war neben uns ein lesbisches Elternpaar. Und es ist dort (in unserem Lieblingsstadtteil) absolut keine blöden Blicke oder sonstwas wert. Wenn wir zu viel Geld haben, müssen wir dringend umziehen… Die Leute in unserer Umgebung wirken dagegen wie frisch aus den Dreißigern importiert. ]

Danach war ich ganz nostalgisch, denn nebenan befindet sich unsere ehemalige Ausbildungsstätte und ich wollte unbedingt einen Blick rein werfen, ob jemand da ist, der uns noch kennt. Und danach noch den Schulleiter besuchen, der nebendran wohnt. Mussten wir gar nicht, denn den trafen wir direkt im Hinterhof! Hach, das war schön. Ich liebe es, liebe Leute von früher zu treffen und mit meinem süßen Baby Fuchs anzugeben. Dazu gab es heute noch viele nette Gespräche über alle wirklich interessante Themen, zwischen Kunst und unserem Baby. Und kreative Pläne für die nächsten Monate. Ich fühlte mich ganz beschwingt.

Auf dem Heimweg haben Papa Fuchs und ich Händchen gehalten, während Baby Fuchs friedlich an mich gekuschelt schlief.
<3

Uaaah.

Jetzt hat er es herausgefunden.
Der Papa Fuchs.
Den Blog.

Eigentlich wollte ich den nur für mich haben. Um ganz unbeschwert alles herauszuposaunen, was in mir so vorgeht.
Dann wuchs das schlechtes Gewissen, immer wenn ich mich heimlich hier her verkrümelte oder im Namen Mama Fuchs Kommentare in die Blogwelt streute.
Heute wollte er kurz an meinen Laptop, die Startseite hätts verraten. Wollte mich dann erst schützend davor schmeißen, hab mich dann aber fürs erzählen entschieden.
Ürgs.

Unangenehm.

Naja, gibt schlimmere Geheimnisse, die man so haben könnte, finde ich!

Bin dann im Kopf noch mal alle Einträge durchgegangen und mir ist aufgefallen, dass ich gar nichts geschrieben hab, dass er nicht hätte lesen sollen. Also alles halb so wild!(?)