Mama Fuchs räumt auf #2

Heute war der mit Abstand anstrengendste und müdeste Tag seit langen, aber ich fühl mich gut.

Heute viel früher als sonst aufgestanden, ging es zunächst mit Baby Fuchs zur Physiotherapie. Auf dem Hinweg ein Spaziergang durch den Regen. Strömenden Regen. Heute fand Baby Fuchs die Therapeutin leider noch blöder als letztes Mal und war mächtig am Meckern.
Dazu hat Baby Fuchs seit drei Tagen tagsüber leicht erhöhte Temperatur, schläft wieder kürzere Phasen und versucht sich alles in den Mund zu stecken, was er so findet. Gerne auch mal Flasche, Daumen und Spucktuch gleichzeitig.

Direkt nach dem Turnen sind wir wegen eben beschriebenem vorsichtshalber noch den Kinderarzt besuchen gegangen. Puuh, hat das lange gedauert. Der befindet sich zwar sogar auf der selben Etage im selben Haus wie die Physio Praxis, aber dennoch. Wir durften es uns direkt in einem Behandlungszimmer gemütlich machen. Baby Fuchs war nicht begeistert. Und ich dachte, wenn jetzt Arzt und Arzthelferin kommen, wird es ganz schlimm, schließlich hat er die beiden das letzte Mal beim Impfen gesehen.
Aber Baby Fuchs scheint jemand zu sein, der schnell verzeiht.
Er freute sich regelrecht über die Untersuchung. Nur das Aufkleben vom Urinbeutel war ihm höchst suspekt. Ohren, Mund, Rachen, Abhören, Haut, alles okay. Die  Zähne sind schon im Kiefer startbereit, sagt der Arzt. Hui, dann sind es wohl die Zähne, welche Fieber und Unbehagen auslösen.
Jetzt nur noch auf ein bisschen Pipi warten, um Harnwegsinfekte auszuschließen.
Und warten. Und warten. Rauschende Geräusche machen. Babys Hand heimlich unter den Wasserhahn halten. Fläschchen geben. Warten, warten, warten. Dann völlig müde durch die Praxis hin und her marschieren. Baby ablenken, Baby trösten. Dann eine Weile gespannt das Aquarium bewundern. Das gab große Augen. Und schwupps. Auf einmal war der ganze Beutel voll. Und Baby gesund.
Dann endlich wieder durch den Regen nach Hause spazieren, wo die Oma mit fertig gekochtem Mittagessen und müdem Hund auf uns wartet. Es war die beste Idee ever, ihr den dritt-Schlüssel zu geben.

Und dann überkam er mich, der Aufräumtrieb.
Also stellten wir mal eben so in zwei Stunden, während Baby Fuchs vor Erschöpfung schlief und sich danach perfekt ausgeruht mit seiner Rassel und dem Bärchen beschäftigte, das Wohnzimmer um.
Und es ist sooo gemütlich jetzt.
Und man kann drin tanzen.
Ernsthaft. Haben wir ausprobiert, nachdem wir fertig waren.

Dann gabs erstmal eine Tasse Tee und Bananenbrot und Kekse in der neuen total tollen Bücherregal-, Sofa-, Esstisch-, Wohlfühlecke.

Herrlich!

Kann es kaum erwarten, dass Papa Fuchs nachher nach Hause kommt. Ich hoffe, ihm gefällt es auch.
Ich hoffe, ich schaffe es, so lange meine Augen auf zu halten. Müüüüde und zufrieden fühlt sich gut an.

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