Neulich so:

Meine Mutter:
„Bist du denn auch schon ordentlich durchs tiefe Laub gelaufen, sodass es raschelt und die Blätter fliegen?“

<3

Mama Fuchs auf dem Egotrip.

Mama Fuchs war heute gut zu sich.

1. Hat sich mittags von der Oma Currywurst Pommes mitbringen lassen.

2. War bei der Rückbildungsgymnastik. (Zum zweiten Mal. Ja, ich hatte es damit eher nicht so eilig.)

3. War danach noch einkaufen und hat sich nur nur nur für sich selbst neuen Schimmernagellack gekauft. In goldrosa.

4. Hat im Laden sogar getrödelt. (Und hat noch ein paar Babysachen mitgenommen. Natürlich.)

 

 

5. War danach sooo froh wieder daheim zu sein und hat erst mal eine Stunde mit dem Fuchsbaby gekuschelt (der wie Mann mir sagte, nach einer kleinen Weile ganz quengelig wurde und erst als ich zurück war entspannte – das macht mich irgendwie stolz. Dumm, ich weiß.).

Mama Fuchs und die Einsamkeit

Nein, wirklich einsam ist sie nicht.

Aber ihr fehlen Freundinnen.

Wieso wandern sie alle aus?
Oder kommen zwar zurück aber melden sich nicht?
Oder sind zwar ganz lieb, aber passen nicht so gut (z.B. weil sie lieber feiern gehen, als Baby Fuchs zu besuchen, aufgrund mangendem politischen Bewusstsein, oder anderweitigen unvertretbaren Geschmacksverirrungen)?

Ja, ich bin anspruchsvoll, aber gibt es hier nicht irgendwo eine auch junge Mama, die kunst- oder kulturinteressiert und ein bisschen mädchenhaft ist und dabei auf antisemitische, sexistische und rassistische Aussagen verzichtet?

Ich habe gekocht.

Ich habe gekocht:

Oder soll ich eher sagen geschmolzen?

Babyflaschen.

Babyflaschen, neue Sauger, neue Schnuller. Nicht wenige.
Und den Kochtopf gleich dazu.

Erfolgreich, was?

Und was macht Mama Fuchs?

Tanzt und singt mit Baby Fuchs zu der alten, gerade wieder raus gekramten Death Cab For Cutie CD durch Wohnzimmer, um nicht mit in Tränen auszubrechen.

Mama Fuchs räumt auf #2

Heute war der mit Abstand anstrengendste und müdeste Tag seit langen, aber ich fühl mich gut.

Heute viel früher als sonst aufgestanden, ging es zunächst mit Baby Fuchs zur Physiotherapie. Auf dem Hinweg ein Spaziergang durch den Regen. Strömenden Regen. Heute fand Baby Fuchs die Therapeutin leider noch blöder als letztes Mal und war mächtig am Meckern.
Dazu hat Baby Fuchs seit drei Tagen tagsüber leicht erhöhte Temperatur, schläft wieder kürzere Phasen und versucht sich alles in den Mund zu stecken, was er so findet. Gerne auch mal Flasche, Daumen und Spucktuch gleichzeitig.

Direkt nach dem Turnen sind wir wegen eben beschriebenem vorsichtshalber noch den Kinderarzt besuchen gegangen. Puuh, hat das lange gedauert. Der befindet sich zwar sogar auf der selben Etage im selben Haus wie die Physio Praxis, aber dennoch. Wir durften es uns direkt in einem Behandlungszimmer gemütlich machen. Baby Fuchs war nicht begeistert. Und ich dachte, wenn jetzt Arzt und Arzthelferin kommen, wird es ganz schlimm, schließlich hat er die beiden das letzte Mal beim Impfen gesehen.
Aber Baby Fuchs scheint jemand zu sein, der schnell verzeiht.
Er freute sich regelrecht über die Untersuchung. Nur das Aufkleben vom Urinbeutel war ihm höchst suspekt. Ohren, Mund, Rachen, Abhören, Haut, alles okay. Die  Zähne sind schon im Kiefer startbereit, sagt der Arzt. Hui, dann sind es wohl die Zähne, welche Fieber und Unbehagen auslösen.
Jetzt nur noch auf ein bisschen Pipi warten, um Harnwegsinfekte auszuschließen.
Und warten. Und warten. Rauschende Geräusche machen. Babys Hand heimlich unter den Wasserhahn halten. Fläschchen geben. Warten, warten, warten. Dann völlig müde durch die Praxis hin und her marschieren. Baby ablenken, Baby trösten. Dann eine Weile gespannt das Aquarium bewundern. Das gab große Augen. Und schwupps. Auf einmal war der ganze Beutel voll. Und Baby gesund.
Dann endlich wieder durch den Regen nach Hause spazieren, wo die Oma mit fertig gekochtem Mittagessen und müdem Hund auf uns wartet. Es war die beste Idee ever, ihr den dritt-Schlüssel zu geben.

Und dann überkam er mich, der Aufräumtrieb.
Also stellten wir mal eben so in zwei Stunden, während Baby Fuchs vor Erschöpfung schlief und sich danach perfekt ausgeruht mit seiner Rassel und dem Bärchen beschäftigte, das Wohnzimmer um.
Und es ist sooo gemütlich jetzt.
Und man kann drin tanzen.
Ernsthaft. Haben wir ausprobiert, nachdem wir fertig waren.

Dann gabs erstmal eine Tasse Tee und Bananenbrot und Kekse in der neuen total tollen Bücherregal-, Sofa-, Esstisch-, Wohlfühlecke.

Herrlich!

Kann es kaum erwarten, dass Papa Fuchs nachher nach Hause kommt. Ich hoffe, ihm gefällt es auch.
Ich hoffe, ich schaffe es, so lange meine Augen auf zu halten. Müüüüde und zufrieden fühlt sich gut an.

Mama Fuchs räumt auf

Hier hat so einiges ein paar Aufräumarbeiten nötig.
Da wir in einem doch recht kleinen kuscheligen Fuchsbau wohnen, muss ich dringend mehr Platz schaffen. Da fällt die kleinste Unordnung sofort auf und macht mich ganz fuchsig. Ab jetzt wohnt Papa Fuchs wieder ständig hier und da brauchen wir zumindest in der Wohnung ein paar Freiräume. Dazu hat sich während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett eine Menge Papierkram angesammelt, der sortiert, bearbeitet und abgelegt werden will.

Aber auch in der Beziehung muss(te) aufgeräumt werden. Begonnen haben wir damit, dass jeder dem anderen erzählt, was ihn stört, was er sich wünscht, und was geändert werden muss. Das war ein sehr befreiendes Gespräch. Unsere Vorstellungen vom Leben weichen teilweise arg voneinander ab, aber wiederum haben wir so vieles Gemeinsam. Oft wollen wir eigentlich das selbe, suchen uns nur ganz andere Wege. Dabei scheinen wir uns dann zu verlieren, aber wenn wir drüber reden, merken wir, wir wollen beide in die selbe Richtung. Kommunikation ist hier das Stichwort! Wir üben.

Gestern wurde es dann einfach so ganz spontan richtig romantisch, nachdem wir gemeinsam Aufgeräumt haben.

Und wie beschwingend doch das erste Glas gemeinsam getrunkener Rotwein ist!

Ich bin jetzt doch ganz zuversichtlich, dass wir einen kuscheligen Herbst und Winter vor uns haben.

Note to self:

Eine Fuchsmama ist stark.

Eine Fuchsmama weiß was sie tut und will.

Eine Fuchsmama lässt sich nicht beirren.

Eine Fuchsmama traut ihrem Instinkt.

Eine Fuchsmama ist eine Beschützerin und Kämpferin.