Regen – eine völlig neue Welt

Heute hat Baby Fuchs zum aller ersten Mal Bekanntschaft mit dem Regen gemacht.
Und ich habe die Vermutung, die beiden werden bei so schönem Herbstwetter echte Freunde.

(Okay, seine in echt jetzt erste Begegnung mit Regen war Nieselregen im Kinderwagen, als er noch viel kleiner war und das ganze komplett verschlafen hat. Also zählt das nicht.)

Schön eingemurmelt im Tragetuch unter meiner Regenjacke und unter dem schützenden Regenschirm ging es mit dem Hund nach draußen.
Der Hund wollte zuerst gar keine Pfote aus der Haustür setzen, als er das Wetter bemerkt hat. Und dann ging es nur ganz vorsichtig an mich gequetscht richtung Wiese, um etwas Schutz vom Schirm zu ergattern. Aber nach wenigen Minuten packte ihn dann zum Glück doch der Bewegungsdrang, sodass Baby Fuchs meine volle Aufmerksamkeit bekam.

Der kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus.
Staunen über das komische Ding, dass ich über unseren Kopf halte, das den Himmel so komisch aussehen lässt.
Staunen über das Rascheln und Prasseln und die andere Luft.
Staunen über plitsch-platsch-Geräusche, wenn Mama Fuchs freudig durch tiefe Pfützen geht.

Staunte, bis ihm die Augen zu fielen. Versuchte, sie noch ein paar Mal zu öffnen, um weiter zu staunen, bis der Schlaf ihn endgültig übermannte und er seinen Kopf an mich schmiegte.

Ja, der Herbst ist da.
Ich freu mich drüber und trink Tee und kuschel mich mit Baby Fuchs aufs Sofa, meine Füße neben dem an die Heizung gekuschelten Hund.

Lebensplanung

Lebensplanung.
Gemeinsam.
Wollen wir jetzt machen.

Jeder von uns hat seine Wünsche und Vorstellungen.
Und dass die bei beiden von uns den jeweils anderen, eine schöne Zeit, eine tolle Familie und eine gemeinsame Zukunft beinhalten, darüber sind wir uns schon mal einig.
In anderen Themen weicht unsere Planung arg voneinander ab.

Jetzt müssen wir es noch schaffen, all die anderen Themen unter einen Hut zu bekommen und aus zwei individuellen Plänen, einen gemeinsamen zu knüpfen.
Einen Familienplan.

Drückt uns bitte die Daumen.

Autsch!

Irgendwie fühlt sich das ganz schön zynisch an, eine Rechnung vom Krankenhaus zu erhalten, in der man unter anderem für die nette Episiotomie und den wundervollen Kristeller-Handgriff bezahlen darf.

Ich will! #1

Ich will…

  • Romantik!
  • nicht mehr schwitzen wie ein Hormonmonster
  • Wieder ein Pferd haben / Reiten
  • einen Waschbrettbauch oder sowas ähnliches haben
  • die Gewohnheit zurück, es mir jeden Tag schön zu machen
  • wieder bequem in meine alten Jeans passen

…to be continued…

Ich vermisse meinen Mann.

Ich vermisse meinen Mann.

Ich vermisse das Familien-Gefühl, das wir leider nur kurze Zeit nach der Geburt hatten.

Aber bald haben wir es überstanden.
Bald ist die Arbeitsphase in der Ferne überstanden.
Bald ist er wieder jeden Tag bei uns.
Bald ist er wieder jede Nacht bei uns.

Bald haben wir es überstanden.
Unbeschadet?

Was mich eigentlich dazu bewegt hat, diesen Blog zu starten

Der heutige U4 + 1. Impfung-Termin.

Ich glaube, heute begreife ich zum ersten Mal, was es wirklich bedeutet, Mama zu sein.

Verantwortung über ein Baby zu tragen.

Wichtige Entscheidungen zu treffen oder treffen zu müssen, mit denen wir dann leben müssen. Nicht nur ich selbst.

 

Um das ganze zu reflektieren und vielleicht mit der Welt der Mama-Blogs zu teilen, schreibe ich hier.

 

Als mein Kleiner bei der Impfung zu schreien begann, fiel es mir schwer, meine eigenen Tränen zurückzuhalten. Auch als kurz davor bei der U4 etwas nicht stimmte, wäre ich am liebsten in Tränen ausgebrochen.
Aber nein, ich bin hier jetzt nicht mehr das Baby. Ich bin hier die Mama. Ich muss doch lernen, meinem Kind Sicherheit geben zu können. Damit fange ich jetzt an.

 

Bisher hat mein Sohn bei den Untersuchungen stets einen prima Eindruck gemacht. Und auch sonst sind immer alle Freunde und Verwandten begeistert davon, wie toll er entwickelt ist. In letzter Zeit besonders, wie sehr er schon kommuniziert, grinst, lacht, brabbelt, Sachen erkundet, etc.
Heute bei der U4 wurde ich zum ersten Mal mit nicht so rein positiver Resonanz überrascht.

Frohen Mutes, dass der Arzt nur so stauen wird, wie toll mein Baby entwickelt ist und wie gut seine vorher milchschorfübersäte Haut geworden ist, ging ich in die Praxis. Über die super tolle Haut staunte der Arzt auch wirklich und mein Baby scheint auch gesund zu sein. Puuh, da fällt mir immer ein Stein vom Herzen.

Dann machte der Arzt noch ein paar Beweglichkeits-Tests, unter anderem legte er mein Baby auf den Bauch. Dabei hebt der kleine Monsieur zwar schon ganz toll seinen riesigen Kopf (der sich mit 42 cm Umfang an der obersten Grenze des Normalen bewegt… ja, ich Arme.) Allerdings schafft er es noch nicht, seine Arme zum Aufstützen zu benutzen.
Ich wusste nicht einmal, dass er das schon können sollte.
Ehrlich gesagt, dachte ich, dass es super toll ist, dass er den Kopf überhaupt schon halten kann… Da wurde ich dann eines besseren belehrt. Zur Krankengymnastik bzw. Physiotherapie muss er. Damit er “ein paar Anstupser bekommt, sich im Rahmen des Normalen zu entwickeln”.
Schluck.
Hab ich da irgend etwas nicht mitbekommen? Hängt mein Baby jetzt hinterher?
Er wurde immerhin 17 Tage zu früh geboren. Er ist mit 15 Wochen schon 61 cm lang und wiegt 6120 Gramm. Er hält seinen Kopf über längere Zeiträume. Er lässt sich an den Armen zum Sitzen hochziehen mit eigener Kopfkontrolle und freut sich jedes Mal, wenn man ihn hinsetzt. Er macht Brabbel-Sabber-Bläschen. Er kann ganz viele verschiedene Geräusche in verschiedenen Lautstärken machen. Er lacht schon manchmal mit Ton. Er erkundet alles, was er findet mit Händen, Augen und Mund. Ich finde das sehr beachtlich und weit entwickelt.
Hab ich da eine verzerrte Mama-rosa-Brillen-Wahrnehmung?

Ich versuche, das mit der Physiotherapie positiv zu sehen. Da können wir sicher viele Tipps für seine motorische Entwicklung mitnehmen. Und schaden wird es wohl nicht.  Gut, vielleicht braucht er da wirklich ein paar Anstupser. Ich kann es offensichtlich nicht wirklich beurteilen. Ich wusste nicht, dass er das schon können soll. Ich wusste nicht, dass ich das mit ihm schon hätte üben sollen. Ich fühl mich total hohl und schuldig.

 

Jetzt hoffe ich nur, dass ich ihn halbwegs fieberfrei durch die Nacht bringe. Vor dem Einschlafen war er bei 38,2°C.